Muscheln – das erste Mal

Alle, die mich kennen wissen, dass mein Freund Muscheln und Schnecken im großen Stil sammelt. Ganze 12.000 nennt er zurzeit sein Eigen. Sogar eine neue Schneckenart hat er entdeckt, eine westaustralische Delphinschnecke. Er hat sie ganz romantisch nach mir benannt: Angaria Carmencita. In dieser Partnerschaft sind Urlaube am Meer vorprogrammiert. Und da gibt es naturgemäß Muscheln zu essen. In der Normandie habe ich vor ein paar Jahren  unglaublich gute Miesmuscheln gegessen. Die waren mit Camembert und Cidre angemacht. Göttlich!

Bisher hatte ich aus irgendeinem Grund Respekt, mich diesen Tierchen kochend zu nähern, gut dass ich den jetzt abgelegt habe. Denn ich habe mich neulich mit meiner Freundin Britta aufgemacht und  Muscheln nebst Zutaten für selbige erstanden. Wichtig hier war auch das richtige Bier dazu. Nach einigem hin und her haben wir uns für ein fruchtiges belgisches Bier entschieden und für das erste Mal gegen die Camembert-Variante. Die erschien uns an diesem Abend zu schwer. Leider weiß ich nicht mehr, welches Bier es war 😦 hole ich beim nächsten Muschelessen aber nach, versprochen. Bier wird auf dem Genussblog eh eine größere Rolle spielen. Die Nichtbiertrinker unter Euch können natürlich auch Cava, Sekt, Prosecco oder auch Champagner dazu trinken, denn

wir kochten Muscheln in Cava – und zwar ganz ohne Rezept.

Ich hatte mir nur angelesen, wie man die Viecher säubert und was man beachten muss. Von dem Ergebnis war ich schlichtweg begeistert. Passiert nicht so häufig, denn ich bin selbst meine ärgste Kritikerin in der Küche.

Zutaten – hier fehlen Mengenangaben, da es auf die Menge Muscheln ankommt. Das Netz sagt, pro Person solle man mit 500g bis 1 kg rechnen.

Miesmuscheln

Grüne Paprika

frische Chilischote – nicht zu mild

1 Stangensellerie

Möhren

Zwiebeln

Knoblauch

Cava/Sekt/Prosecco

Tomatenmark

Zucker

Salz

Pfeffer

geräuchertes  Paprikapulver

Noilly Prat

Sahne

Zubereitung:

Da das Mise en Place wichtig ist und Stress vermeidet, habe ich mich zunächst dem Gemüse gewidmet. Das habe ich nach dem Waschen recht klein geschnitten, schließlich brauchen die Muscheln ja nicht lange. Anschließend wurden die Muscheln versorgt: Offene Muscheln müssen – sofern sie sich auf Druck nicht schließen – aussortiert werden. Sie sind tot. Wir haben die Muscheln im fließenden Wasser gewaschen. Nächstes Mal würde ich die Muscheln zunächst in eiskaltes, stehendes Wasser packen und dann einzeln unter dem Wasserkran waschen, ist einfacher, meine ich. Sollten die sogenannten „Bärte“ dran sein, muss man die entfernen. Meine waren aber gut geputzt, somit war das nicht nötig.

Dann geht alles recht schnell: In einem nicht zu kleinen Topf die Zwiebeln andünsten bis sie glasig sind, das Gemüse dazugeben und etwas Knoblauch, dann etwas Zucker und den Tomatenmark anrösten – Achtung! Nicht zu lange, sonst wird das Tomatenmark bitter. Jetzt wird schon etwas gewürzt und mit dem Cava abgelöscht. Der sollte zunächst bei großer Hitze einkochen. Anschließend lieber klotzen als kleckern mit dem Blubberwasser: Gebt einen guten und vollen Schluck rein! Nach Augenmaß kann jetzt ein wenig Wasser oder Gemüsebrühe hinzugefügt werden. Und erst jetzt kommen die Muscheln in den Topf. Umrühren und den Topf schließen. Zwischendurch rütteln. Und nach ca. 10 Minuten sind die Muscheln fertig gegart, was man daran erkennt, dass sie sich geöffnet haben. Nun die Sahne zugeben, würzen, ein Schuss Noilly Prat (das ich auch zum ersten Mal gekauft habe) und fertig! Beim Essen nur die Muscheln essen, die sich geöffnet haben, die geschlossenen wegschmeißen. Das war wirklich sehr lecker und schreit nach Wiederholung. Nächstes Mal versuche ich mich dann an der Camembert Variante oder welches Bad lasst Ihr den guten Dingern angedeihen?

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