Teigtaschen – Heute: asiatisch

Ich liebe jegliche Art von Teigtaschen, egal ob Ravioli, Tortelloni, Manti, Jiaozi, Gyoza, Dim Sum etc. Vor die Wahl gestellt, Steak oder gute, selbst gemachte Teigtaschen, ist meine Wahl klar. Neulich habe ich mich an Teigtaschen versucht, die einfach erstellt waren und auch noch schweinelecker. Ich habe Wan Tans/ Dim Sum gemacht.

Und so geht’s:

Sojasauce und Co.Man gehe als Düsseldorfer auf die Immermannstrasse und kaufe bei Shochiko oder nebenan beim koreanischen Supermarkt diverse japanische Zutaten:

1) Sojasauce – ok. Bekommt Ihr auch in normalen Supermärkten. Achtet darauf, dass keine Konservierungsmittel drin sind. Kikkoman ist eine gute Wahl z.B.

2) Dunker Reisessig

3) Wan Tan Blätter – findet Ihr in der Tiefkühle – ich habe glücklicherweise größere Wan Tan Blätter bekommen, so dass das Gefummel nicht so schlimm wurde beim Füllen

4) Fischsauce  – hier ist nicht die Oyster Sauce gemeint. Die kann man natürlich auch kaufen

5) Sesamsamen

6) Frischer Koriander

7) Frühlingszwiebeln

8) Limetten – Bioqualität

9) Garnelen  – roh. Am besten in Bioqualität oder Gehacktes, ich nehme dann gerne nicht nur Schwein sondern Rind und Schwein

10) Frischer Ingwer – kauft ruhig mehr. Er hält sich länger im Kühlschrank und ist super im Tee

11) Mehl

12) Eigelb zum Verschließen der Wan Tans

13) Piment de l’Espelette  – bekommt Ihr eher im gut sortierten Gewürzladen oder in Frankreich selber. Großartiges feines Chilligewürz – ist kein Muss

14) Thaibasilikum – ist kein Muss, aber spannend!

15) Eine frische Chilischote

16) Zucker / Puderzucker

17) Sesamöl geröstet

Was Ihr an Gerätschaften benötigt:

  • Bambuskorb zum Dämpfen – bekommt Ihr für ca. 12 Euro beim Asiaten – sehr gute Anschaffung
  • Pergamentpapier – zum Auslegen des Bambuskorbs – hier kann auch mit Kohlblättern oder Bananenblättern gearbeitet werden
  • Topf mit Deckel, der gut schließt oder Wok mit Deckel
  • Schöne Schüsseln zum Servieren
  • Stäbchen

Zubereitung:

Lasst die Wan Tan Blätter auftauen. Falls Ihr tiefgekühlte Garnelen gekauft habt, lasst auch die auftauen. Beides geht super schnell.

Die Füllung…

Checkt, ob der Darm der Garnelen eventuell noch vorhanden ist. Der muss entfernt werden. Ist leider frickelig. Arbeitet mit eine scharfen Messer, schneidet an der Garnele entlang und zieht den Darm raus. Dann die Garnelen fein würfeln. Natürlich muss auch der Panzer entfernt werden, sollte der noch dran sein.

Den Ingwer fein reiben, dabei die austretende Flüssigkeit auffangen und mitverwenden, zu den Garnelen geben. Wie viel ist Euch überlassen. Ein Teil der Frühlingszwiebeln könnt Ihr auch hinzufügen. Dafür sehr klein schneiden.

Koriander fein hacken und ebenfalls zu den Garnelen geben. Jetzt gut Sojasauce dazu geben und einen Hauch Piment de l’Espelette. Ein Spritzer Fischsauce kann auch nicht schaden. Alles kühl stellen.

Wer von Euch sich für das Hack entschieden hat oder beide Füllungen machen möchte, verfährt genauso, wie oben. Ich hatte jedoch statt Koriander Thaibasilikum verwendet. Sehr lecker! Ich kann Euch nur raten, das Ganze mit den Fingern zu verkneten. So sorgt man für eine anständige Durchmischung der Zutaten. Beiseite stellen.


WanTanSauceDie Sauce

Die Limette oder Limetten – je nachdem, wie viel Stück Wan Tan Ihr macht auspressen, zu gleichen Teilen mit dunklem Reisessig und Sojasauce mischen. Ihr könnt sogar die Limetten weglassen, wenn Ihr nur Reisessig wollt oder habt. Ich mag aber diese frische Note. Grundsätzlich mache ich fast alle Vinaigrettes mit Zitrone statt Essig. Habe ich von meiner Mutter.

Klein gehackten Koriander zugeben und die klein gehackte Chileschote – wer es besonders scharf mag, sollte Kerne und Haut drin lassen. Solltet Ihr keine Handschuhe verwenden, reibt die Finger mit Öl ab und wascht sie Euch gründlich. Anders bekommt Ihr die Schärfe nicht aus der Haut. Aber jetzt weiter im Saucentext. Nehmt noch eine ordentliche Portion Ingwer, die Ihr entweder reibt oder ganz klein gewürfelt habt und packt sie dazu. Einen Spritzer Fischsauce schadet hier nicht. Jetzt das Ganze mit ein wenig Puderzucker, normalem Zucker oder sogar Honig abschmecken. Gut verrühren. Zum Schluss einen guten Schuss geröstetes Sesamöl und gerösteten Sesam hinzufügen.

Das Füllen der Wan Tan Blätter

Jetzt wird es fummelig. Mehlt Eure Arbeitsplatte leicht ein, mehlt dazu einen großen flachen Teller ein. Trennt die Eier. Wir brauchen das Eigelb zum Verschließen der Wan Tans.

Dann je Blatt Wan Tan einen kleinen Löffel in die Mitte geben, mit Eigelb die Ränder bepinseln und verschließen, zusammen drücken. Auf den bemehlten Teller geben und dabei darauf achten, dass die Kunstwerke nicht zu dicht aneinander kleben, wäre doch schade, wenn sie einander kleben bleiben. Nehmt nicht zuviel Füllung, sonst quillt sie beim Dämpfen raus.

Wan Tans GarenDas Garen

Füllt einen großen Topf oder den Wok ein wenig mit Wasser und bringt dieses zum Kochen. Legt dann das Bambuskörbchen mit Pergament oder Backpapier aus. Platziert darauf die Wan Tans – nicht zu dicht! Arbeitet lieber nacheinander in mehreren Schichten. Den Bambuskorb verschließen und entweder mit Hilfe einer umgedrehten Schüssel auf dem Wasser platzieren – es darf kein Kochwasser an das Körbchen schwappen. Vorsicht. Verschließt nun den Topf oder den Wok sehr gut mit dem Deckel und wartet ca. 6 bis 8 Minuten. Fertig! Die Wan Tans rausnehmen, in schöne Schüsseln geben und mit der Sauce beträufeln. Ich esse sie super gerne mit Stäbchen. Eine Gabel geht natürlich auch. Guten Appetit!

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2 Gedanken zu “Teigtaschen – Heute: asiatisch

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